01.02.09

The Sunshine Capital


...nennt sich Nelson, und kann mit 300 Sonnentagen pro Jahr aufwarten. Die Hostelfrau in Takaka sagte, es haette seit Dezember nicht mehr geregnet. Gut fuer mich, Pech fuer Neuseeland, die Landschaft wird auch zusehends trockener.

Ich bin also wieder erfolgrecih in die Zivilisation zurueckgekehrt, obwohl ich mit der Leistung des Internets auch hier nicht einverstadnen bin. Es kann eigentlich nicht sein, dass ich noch nicht mal ein popeliges Bild hochladen. In der Golden Bay habe ich den gestrigen Tag entgegen meinen Plaenen nicht auf dem sofa, sondern auf dem Mountainbike verbracht, auf der Suche nach den goldenen Straenden, auf die ich meine faule Haut zum Braeunen und relaxen legen wollte. Unterwegs traf ich einen mann, der mir - so wie fast alle menschen hier - ersteinmal ein freudiges How're zou enteggengroehlte, um sich dann Sorgen zu machen, ob ich den Weg verloren haette. nachdem ich sagte, dass ich auf der suche nach dem Strand sei, wirkte er leicht verwirrt, murmelte etwas von 'muddy spots', und ich suchte weiter. dann kam ich zufaellig an den PuPuSprings vorbei, angeblich Austrasiens groesste Quellen (und weltweit natuerlich die reinsten, aber den kiwi-superlativen kann man nie so recht trauen, sogar die L&P Limo macht werbung damit, "worldfamous in New Zealand" zu sein :). War trotzdem ganz schoen, und vor allem klar, aber: nicht badezugelassen, sodass ich weitere 15 km zu einem 'beach" fuhr. der entpuppte sich als treibholzlager mit ein paar laermenden neuseelaendischen kids, und ich fuhr erschoepft und etwas gefrustet zum hostel zurueck.

mittlerweile habe ich herausgefunden, dass 'golden bay' nicht von den goldenen straenden, sondern von der goldsuche herstammt. mein fehler, uind anlass, wieder zurueck zu fahren.

zum glueck hat mich eine deutsche mit nach motueka genommen, dann hielt ein maedel, ohne dass ich nur den versuch gemacht haette zu trampen an und hat mir einen lift to the end auf town angeboten, wo ich dann innerhalb von 2 min von einem deutschen, der auch bei mir im hostel war, mitgenommen wurde. an dieser stelle: bitte keine panik, ich trampe nur, wenn es ubedingt sein muss, und nach moeglichkeit nicht alleine. andererseits ist das hier ein ganz normales fortbewegungsmittel, in takaka z.b. gibt es drei strassen in drei richtungen, und an jeder ausfallstelle stehen baenke mit einer art bushaltestellenschild. da ist allerdings kein bus abgebildet, sondern ein nach oben gereckter daumen - ersetzt also den nahverkehr!

Hier in nelson muss ich mir nun weitere gedanken machen, morgen ist schon wieder einer dieser seltsamen feiertage, bei denen alles zu hat, aber nur in einer stadt - und dann auch gleich 15% auf alle dienstleistungen aufgeschlagen werden, also: der Kunde zahlt mit seinem kaffee fuer den erhoehten lohn des arbeiters, nicht etwa der arbeitgeber. verruecktes system. aber mir geht es nun um arbeit, ich denke, ich fahre richtung greymouth, um dann ein bisschen zu wwooffen, um dann...ja, zu arbeiten. bin aber immer noch sehr in urlaubslaune, mag die ganzen komsichen workercommunities in den hostels nicht und moechte noch den rest des sommers nutzen, der ja auch nicht mehr so lange ist. whatever.

auf tracks habe ich gerade nicht so recht lust, erst wieder in den fjordlands, denke ich. ach, der abel: war ziemlich cool, vor allem die beide tage seekayak, auch wenn wir am ersten tag auf einmal mit ueber 20 knoten wind konfrontiert wurden und wirklich alles,alles geben mussten, um nicht ueber bord und quaelend langsam voran zu kommen. das war wirklich schlimm, ich hatte auch moerderangst, da die wellen so hoch waren, unser kayak so klein, und ich ja eh iemr schon ein schisser in punkto meer. der zweite tag war dafuer umso angenehmer, mit klarem, glatten wasser, kleinen babyrobben und moderater anstrengung. auch das laufen war ok, aber der letzte tag auch hier wieder echt an die substanz gehend. die fehlende haben wir dann mit bier gefuellt :)

2 Kommentare:

  1. greetings from "muddy spot" klappekuhl,dem eingefrorensten treibholzlager nördlich von nz. da hier der wohl gefühlt etwa 100. frosttag der saison über die ungeheizte bühne geht, musste ich gestern mein seekajak leider im schuppen lassen um die letzten 10 kubikmeter meiner aktuellen brennholz-tat auf unseren frozen-mud-spot zu schaffen, dabei sind mir lärmende einheimische kettensägen und allerliebste baby-holzwürmer begegnet. da man sich die hände und die eingefrorene visage aber an den natürlich sprudelnden heizluftschächten der treckerkabine genüßlich wieder auftauen konnte, fühlten wir uns eigentlich genau wie auf der südhalbkugel und sind natürlich völlig neidlos, weil wir reichlich die im kreis kleve wirklich unbeatable worldfamous combination von inkis kaffee und kevelaerer honigkuchen mithatten. dass das an die substanz geht, kann wohl jeder nachvollziehen, und so werde ich diese entsprechend dem aktuellen nz-tipp jetzt mit bier auffüllen und mich weiteren reflexionen darüber hingeben, ob es nicht doch überall gleich ist und nur wir durch unser pesönliches (er)leben den unterschied machen.......

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  2. nach diesem kommentar bin ich fast schon fest davon ueberzeugt, dass es in der tat ueberall gleich ist. es lohnt sich wirklich nicht, sich auf die reise zu machen. Vor allem, wenn man kaffee und honigkuchen haben kann! dafuer wuerde ich wirklich viel geben... hier gibt es toast und instantploerre.

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