30.01.09

Queen Charlotte, Abel, der alte Hollaender und Takaka


Moin moin, tut mir leid, dass ich so lange nichts von mir hoeren lassen habe, aber ich habe nun zwei tracks hinter mich gebracht und somit einige Zeit abseits jeglicher telekommunikation zugebracht - und ich denke, ich werde bis nelson warten, bis ich ausfuehrlicher schreibe, denn das inet ist hier in takaka in der golden bay very expensive, ist halt kein hippie-style, und hier ist alles hippie-style.

Heute mittag habe ich, nach den leuten aus dem magic bus, einen weiteren abschied hinter mich gebracht, bin die letzten tage auf dem abel tasman track entgegen meiner prinzipien mit marek, einem deutschen, gereist, und for a change war es mal ganz nett, begleitung zu haben - am state highway 60 bin ich dann jedoch aus dem camper raus und habe mich von zwei weiteren bussen voller hippies und yogalehrern mit nach takaka nehmen lassen. ich werde mich wohl an dieses gefuehl gewoehnen muessen, dauernd leute zu treffen und dann doch wieder alleine weiterzugehen, aber noch faellt es mir recht schwer.

nach der ganzen ueberwaeltigenden natur der letzten tage ist es mal ganz nett, nichts zu sehen, aber ich hoffe doch, dass hier noch ein bisschen was geht. ich bin hinter einem riesigen huegel in der hinterletzten ecke nz's gelandet, und eigentlich dachte ich, es gaebe hier strand, sieht aber bislang nicht so aus.

Egal. Also, demnaechst mehr, auch hoffentlich antworten auf eure emails, die mich uebrigens immer sehr freuen, auch wenn ich mich nicht so haeufig melde. That's it for now: Mir geht's bestens, ich bin braungebrannt, erholt und habe ein dach ueberm kopf bzw. ein zelt :)

nun ist es abend, und ich versuche mal kurz, zusammenzufassen: Der queen charlotte track war super, aber mit 15 kg gepaeck schwer zu meistern, was ich mir aber natuerlich wieder selbst zuzuschreiben habe - ich musste ja darauf bestehen, dass mein gepaeck nicht transportiert wurde. So waren es dann 60 km in 3 tagen, dabei 26 am ersten tag - und ich bin schon ganz schoen stolz auf mich, das geschafft zu haben. der erste tag war wirklich furchtbar.

seit dem moment, in dem mich das watertaxi abgesetzt hatte und mir aufging, dass die meisten leute nur tagestouren amchen, verfolgte mich die vorstellung, nachts alleine im wald zelten zu muessen. ich hatte also 26 lange km zeit, mir verschiedene szenarien zu ueberlegen, inklusive eventueller notfallplaene, die dann aber auch allein sich zusammenrachen, als sich herausstellte, dass ich keinen handyempfang hatte. Wenigstens waren auf dem campingplatz dann doch noch leute, darunter anne und kay, zwei reizende aeltere frauen, die sich sehr gut um mich kuemmerten. Und mich ueber die ekelhaften schreie in der nacht aufklaerten: das waren possums. Widerlich. hab fast kein auge zugetan.

der rest war auch schoen, die landschaft ist halt schon ganz beeindruckend, und das laufen an sich hat auch was meditatives. am abgefahrensten war die doc campsite cowshed bay: kleine bucht, klares wasser, singender maorivater mit gitarre im wasser, kinder, die selbstgebaute boote fahren liessen, und zu allem ueberfluss dann auch noch eine entenfamilie. idylle pur. an der stelle ist auch mein kitschiges bild fuer martin entstanden :) ich war aber auch hier am ende froh, wieder ins hostel zum chillen und ausschlafen zu kommen.

in picton hab ich dann marek getroffen, mit dem ich dann den abel tasman track geplant bzw gemacht hab, vorher mit abstecher nach nelson, wo ich nochmal heather aus dem magic bus getroffen habe und in einem nobel-fischrestaurant fish'n chips ( they were actually called 'beer battered deep fried fish of the day blabla) fuer 25 dollar essen musste, weil ich mich nicht mehr aus der essen-gehen-affaere ziehen konnte.

ich glaube, ich sollte mich auf wichtige sachen beschraenken, ich nehme hier so viel mit und mein notizbuch fuellt sich von tag zu tag, aber das alles auch noch mal hier aufzuschreiben, wuerde doch den rahmen sprengen. allerdings gibt es auch so viele kleine kuriositaeten hier, die ich doch auch ganz gerne teilen wuerde. hmhm.

also, nach marahau getrampt, mit zwei netten maedels, die uns in ihrem campervan mitgenommen haben und auch noch den ersten tag mit im abel tasman waren, alles sehr lustig, die nacht noch auf einem hostelzeltplatz verbracht: Hauszelte mit Betten als Dorms, gute atmosphaere.

der trip selber war zwei tage seakayaking und 2 tage wandern. ich muss hier raus, die zeit ist um!

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