30.01.09

Queen Charlotte, Abel, der alte Hollaender und Takaka


Moin moin, tut mir leid, dass ich so lange nichts von mir hoeren lassen habe, aber ich habe nun zwei tracks hinter mich gebracht und somit einige Zeit abseits jeglicher telekommunikation zugebracht - und ich denke, ich werde bis nelson warten, bis ich ausfuehrlicher schreibe, denn das inet ist hier in takaka in der golden bay very expensive, ist halt kein hippie-style, und hier ist alles hippie-style.

Heute mittag habe ich, nach den leuten aus dem magic bus, einen weiteren abschied hinter mich gebracht, bin die letzten tage auf dem abel tasman track entgegen meiner prinzipien mit marek, einem deutschen, gereist, und for a change war es mal ganz nett, begleitung zu haben - am state highway 60 bin ich dann jedoch aus dem camper raus und habe mich von zwei weiteren bussen voller hippies und yogalehrern mit nach takaka nehmen lassen. ich werde mich wohl an dieses gefuehl gewoehnen muessen, dauernd leute zu treffen und dann doch wieder alleine weiterzugehen, aber noch faellt es mir recht schwer.

nach der ganzen ueberwaeltigenden natur der letzten tage ist es mal ganz nett, nichts zu sehen, aber ich hoffe doch, dass hier noch ein bisschen was geht. ich bin hinter einem riesigen huegel in der hinterletzten ecke nz's gelandet, und eigentlich dachte ich, es gaebe hier strand, sieht aber bislang nicht so aus.

Egal. Also, demnaechst mehr, auch hoffentlich antworten auf eure emails, die mich uebrigens immer sehr freuen, auch wenn ich mich nicht so haeufig melde. That's it for now: Mir geht's bestens, ich bin braungebrannt, erholt und habe ein dach ueberm kopf bzw. ein zelt :)

nun ist es abend, und ich versuche mal kurz, zusammenzufassen: Der queen charlotte track war super, aber mit 15 kg gepaeck schwer zu meistern, was ich mir aber natuerlich wieder selbst zuzuschreiben habe - ich musste ja darauf bestehen, dass mein gepaeck nicht transportiert wurde. So waren es dann 60 km in 3 tagen, dabei 26 am ersten tag - und ich bin schon ganz schoen stolz auf mich, das geschafft zu haben. der erste tag war wirklich furchtbar.

seit dem moment, in dem mich das watertaxi abgesetzt hatte und mir aufging, dass die meisten leute nur tagestouren amchen, verfolgte mich die vorstellung, nachts alleine im wald zelten zu muessen. ich hatte also 26 lange km zeit, mir verschiedene szenarien zu ueberlegen, inklusive eventueller notfallplaene, die dann aber auch allein sich zusammenrachen, als sich herausstellte, dass ich keinen handyempfang hatte. Wenigstens waren auf dem campingplatz dann doch noch leute, darunter anne und kay, zwei reizende aeltere frauen, die sich sehr gut um mich kuemmerten. Und mich ueber die ekelhaften schreie in der nacht aufklaerten: das waren possums. Widerlich. hab fast kein auge zugetan.

der rest war auch schoen, die landschaft ist halt schon ganz beeindruckend, und das laufen an sich hat auch was meditatives. am abgefahrensten war die doc campsite cowshed bay: kleine bucht, klares wasser, singender maorivater mit gitarre im wasser, kinder, die selbstgebaute boote fahren liessen, und zu allem ueberfluss dann auch noch eine entenfamilie. idylle pur. an der stelle ist auch mein kitschiges bild fuer martin entstanden :) ich war aber auch hier am ende froh, wieder ins hostel zum chillen und ausschlafen zu kommen.

in picton hab ich dann marek getroffen, mit dem ich dann den abel tasman track geplant bzw gemacht hab, vorher mit abstecher nach nelson, wo ich nochmal heather aus dem magic bus getroffen habe und in einem nobel-fischrestaurant fish'n chips ( they were actually called 'beer battered deep fried fish of the day blabla) fuer 25 dollar essen musste, weil ich mich nicht mehr aus der essen-gehen-affaere ziehen konnte.

ich glaube, ich sollte mich auf wichtige sachen beschraenken, ich nehme hier so viel mit und mein notizbuch fuellt sich von tag zu tag, aber das alles auch noch mal hier aufzuschreiben, wuerde doch den rahmen sprengen. allerdings gibt es auch so viele kleine kuriositaeten hier, die ich doch auch ganz gerne teilen wuerde. hmhm.

also, nach marahau getrampt, mit zwei netten maedels, die uns in ihrem campervan mitgenommen haben und auch noch den ersten tag mit im abel tasman waren, alles sehr lustig, die nacht noch auf einem hostelzeltplatz verbracht: Hauszelte mit Betten als Dorms, gute atmosphaere.

der trip selber war zwei tage seakayaking und 2 tage wandern. ich muss hier raus, die zeit ist um!

17.01.09

Himmelsleitern in Taupo/ Tongariro Crossing


Heute schreibe ich aus Taupo, wo ich die letzten beiden Tage auch wieder mit nonkonsumactivities verbracht habe, auch hier: vulkanisch, an einem der groessten Seen der suedlichen hemisphere, so wurde uns zumindest gesagt.

Den ersten Tag habe ich sehr relaxt zugebracht, wie man ja sieht, auch ausgiebigst im internet, im pak'n save, am see usw., abends waren wir dann noch kurz im pub, also ich war kurz, die anderen laenger, weil gerade auch noch eine jack daniel's -bandtour war...ganz lustig, leider musste ich frueh ins bett, um am naechsten morgen um 5.30 aufstehen zu koennen - um 6 uhr fuhr mein superbus, die 'tongariro expeditions', richtung tangariro nationalpark.

ich hatte zuerst mit dem gedanken gespielt, den ganzen northern circuit zu machen, einen der great walks neuseelands, aber da hochsaison ist und das buchungssystem fuer die huetten mehr als unuebersichtlich, habe ich mich dann fuer den schoensten one-day-hike der welt, so zumindest broschueren und reisefuehrer, entschieden, und ich muss sagen, meine erwartungen wurden auch voll und ganz erfuellt.

Eine Giofelbesteigung war zeitlich nicht drin, da ich dafuer einen frueheren bus haette nehmen muessen, der aber am wochenende nicht faehrt, aber ich war auch so gut und gerne 8 stunden unterwegs, und habe wenigstens noch einen kleinen gipfel mitgenommen. den groessten teil der strecke bin ich mit einer oesterreicherin gelaufen, was wider erwarten auch ganz nett war :)

jedenfalls> Vulkangipfel, Mondkrater, Lavafelder, Lavaspalten in den abgefahrensten Farben und Formationen, tuerkise Schwefelseen, dampfende Quellen und Regenwald - es war einfach unglaublich, und zwar so sehr, dass es mir um meine fuesse auch wirklich nicht leid tut.

Bilder folgen vielleicht noch, ich muss mich wieder ein bisschen beeilen - ich bin heute nach mehrstuendiger faehrfahrt auf der suedinsel angekommen und mache mich morgen mit meinem 10 kg schweren, neu erworbenen zelt und ausruestuing auf den queen charlotte trail in der naehe von picton. hier bin ich gerade im entspanntesten hostel der welt, aber das internet ist elider auch recht entspannt.wenn ihr also in den naechsten tagen nichts von mirhoert: macht euch keine sorgen, ich bin nur unterwegs! :)

Hoellentore in Rotorua



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Nach dem Abstieg in die Unterwelt ging es dann in den Vorhof derselbigen, nach Rotorua, einem aktiven Vulkangebiet, bzw. einem geothermischen Gebiet, wobei ich mir nicht sicher bin, dass das auch im Deutschen ein gelaufiger Ausdruck ist...whatever.

Neuseeland liegt ja aeusserst guenstig zwischen zwei kontinentalplatten, von daher gibt es hier seit jeher vulkanscihe Aktivitaet, Erdbeben etc., wie schon in Auckland. hier allerdings ist die Erdkruste besonders duenn, und es war schon erstaunlich, wie anders die erde auch aussehen kann: in Parks, Vorgaerten, in den Bergen, Seen, einfach ueberall gibt es warme bzw. heisse Quellen, Sulphurschlamm, der blubbernd aus der Erde austritt, Gase wabern ueber der gesamten gegend, die dementsprechend stark anch faulen eiern stinkt, und das beste: das ganze soll auch noch gesund sein! Ich habe, dank meiner neuen Aktivitaetenabstinenz, von einem Schlammbad abgesehen, aber viel Zeit damit verbracht, durch die seltsamen Parks und Seeuferlandschaften zu wandern, im erdwaermebeheizten Hostel-Pool herumzulungern (39 Grad gingen abver wirklich nur gegend abend, wie immer: unglaublich warm und bis auf 2 Monsunregenstunden einfach nur bombastisches Wetter) und im groessten Supermarkt der Welt, dem Pak'nSave, einzukaufen.

Vielleicht ist es auch nur subjektiv der groesste supermarkt der welt, aber die einkaufswagen haben das doppelte der standardgroesse, die regale gleichem dem IKEA-Abhollager, und der Kuehlbereich ist keine Theke, sondern direkt ein ganzer ladenteil, in den man leicht erhitzt hineinspaziert und dann, nach ha;lbstuendiger Suche nach dem joghurt, leicht unterkuehlt wieder verlaesst. praktisch, sowas!

Also: sehr aufregend ohne activities. Auch meine Zimmer-Mitbewohner waren wieder allerherrlichst, besonders die brustgeliftete 60jaehrige aus Istanbul, die uns durch Posieren doch arg in Verlegenheit und durch naechtliches Monsterschnarchen auf die Palme brachte. Ich bin 2 naechte geblieben, und hatte die letzte nacht den dorm fuer mich alleine. das war sehr schoen und sehr erholsam, und jetzt geht es mir auch besser.

Waitomo-Wuermer und Zwischenbericht



ich schreibe eindeutig zu selten, wenn ich mir meine gewaltigen Zusammenfassungen so angucke. Dafuer habe ich aber hier in Taupo, wo ich noch bis morgen frueh verweilen werde, ein Internetcafe mit cardreader gefudnen, sodass es mir gelungen ist, ein paar Fotos hochzuladen, wie ihr vielleicht bemerkt haben duerftet. geht es euch gut?

Mir geht es bestens, nachdem ich kurzzeitig wieder eine kleine Sinn-und Seinskrise im Backpackerdasein erlitten habe. Ich bin ja mit diesem Bus unterwegs, und dieser Bus wird mich morgen hoffentlich noch irgendwo vor Wellington absetzen, damit ich weiter meine eigenen Sachen amchen kann. die leute sind alle echt nett hier, und trotz anfaenglicher probleme merke ich langsam, dass es mir wieder leichter faellt, auf menschen zuzugehen. Nur ist es hier so, dass sich keiner tatsaechlich fuer den anderen interessiert, da alle nur auf der durchreise sind, so wird nzwar obligatorisch gefragt, wo man herkommt, aber ansonsten drehen sich die gespraeche ums reisen, und dann auch immer im Ton von "Did zou do the South Island? Did you do Fiji? I haven't done thailand yet...", was im grossen zusammenhang mit der hier herrschenden supermarktmentalitaet steht: Man faehrt irgendwo hin, und anstatt sich etwas genauer anzugucken, macht man Dinge.

Ein Tagesablauf sieht deshalb oft so aus: Morgens Bus fahren, dann White Water rafting oder skydiving, dann ein helikopterflug zum Bungy-jumping, um abends dann noch an einem hangi teilzunehmen. finde ich problematisch. Meine letzte Gruppenaktivitaet war dennoch ziemlich beeindruckend:

Vor ca. 3 tagen fuhren wir ueber Waitomo nach Rotorua. In Waitomo gibt es unglaublich viele Hoehlen voller Gluehwuermchen, und auf Empfehlung meiner Tante wollte ich mir diese mal ansehen, aber nicht nur im Durchlaufen. Also habe ich an einem Caving/tubing teilgenommen.

Der ganze Spass fand in der prallen Sonne statt, als sich ca. 15 leute in enge, erst in der waerme ihren vollen gestank entfaltenden wetsuits zwaengten, grubenhelme und lampen aufsetzten und mit einem klapprigen gelaendewagen irgendwo in die huegel fuhren. das Bild war dann perfekt, als wir unsere autoschlaeuche umlegten, durch die wiesen stapften und dann eine Grube hinabstiegen.

Vor dem endgueltigen abstieg wurden dann noch die diversen bewohner der hoehlen erlaeutert, neben den gluehwuermchen gibt es noch aale (lecker), hoehlenspinnen und irgendeine urzeitliche riesenheuschrecke - alles dinge, die mir direkt lust auf mehr machten, sodass ich mich dann doch mit einem nicht nur durch den "sexy" eng anliegenden wetsuit leicht beengten brustkorb in die tiefe begab.

Letztlich hab ich meine panik aber ueberwunden, was mich ein bisschen stolz macht, und es war einfach nur toll: wir sind diurch die hoehlen gelaufen, geschwommen und von wasserfaellen gesprungen und haben uns im dunkeln, nur von den gluehwuermchen beleuchtet, unseren weg ertastet, wenn die lampen mal aus waern. insgesamt eine sehr gelungene sache, und die gleuhwuermchen waren auch sehr beeindruckend, wie ueberhaupt das ganze hoehlensystem. Ein bisschen froh war ich aber doch, als ich mich dann aus dem wieder durchnaessten wetsuit pellen konnte!

diejenigen, die sich fuer die "dry option" entschieden haben, waren im gegensatz dazu ziemlich enttaeuscht :)

13.01.09

Paihia/Bay of Islands/ Auckland







Hallo, nach laengerer Zeit wieder ein Lebenszeichen - sry auch, wenn ich Emails erst spaet beantworte, aber Internet ist hiuer nicht guenstig, und ich hab selten die Zeit und Ruhe - nehm ich mir aber heute.

Mir geht's schon bedeutend besser, es war ganz genau die richtige Entscheidung, aus Auckland wegzugehen. Acnh meinem letzten Eintrag kam noch der SuperGAU, denn es setzte leichter Regen ein, und auf "Conor's Top Floor Hostel", was, richtig, im obersten Stock lag, sammelte sich das Regenwasser, um langsam, aer stetig, drch ein Loch in der Decke auf meinen Schlafsack zu tropfen. Daraufhin bin ich dann fast explodiert und habe umgehend ein neues "Zimmer" bekommen, auch nur ein Verschlag, aber etwas groesser und wenigstens ohne pestizid-anstrich. However, Paihia war grossartig. Ich habe mir, etwas widerwillig, einen Buspass fuer den norden gekauft - diese Backpackerbusse sind nicht so mein Ding - aber es war ganz ok, zumindest keine partycrowd, sondern nette leute, und ein guter weg, um kontakte zu knuepfen.

Die Bay of Islands ist, wie der Name schon sagt, eine Bucht am Suedpazifik, in der ca. 50 kleine Inseln liegen, und es wahnsinnig viele Straende und kleine Buchten gibt. Wir sind morgens sehr zeitig losgefahren, noch bei stroemendem Regen, um dann mittags bei strahlendem Sonnenschein anzukommen. Auch das Hostel war super, mit Swimmingpool, BBQ etc, und quasi direkt am Meer.

Mittags habe ich dann mit 7 anderen eine Kajakfahrt auf dem Meer (auch das ziemlich grossartig, habe die erste Welle direkt ins gEsicht bekommen, und dann war meine latente Angst vor dem offenen Meer verschwunden) gemacht, zu einer kleinen Insel, auf der ein Mini-Weinanbaugebiet liegt, 6000 ha, 6000 Flaschen pro Jahr, haben dann diverse Weine getestet, die Aussicht genossen, dann sind wir zu einer weiteren Insel gefahren, wo Dan, unser Guide, dann weiteren Wein, Kaese, Craecker und selbstgebrannten Wodka auspackte. Bei Einbruch der Dunkelheit erfolgte dann die Rueckfahrt unter erschwerten Bedingungen...

Gestern habe ich dann ein Rad ausgeliehen und bin ein bisschen an der Kueste entlang gefahren, bzw. war das der Plan, der aber von dem etwas unausgereiften Wegenetz der Kiwis vereitelt wurde. stattdessen bin ich 6 stunden lang durch die berge gefahren, die ich auch etwas unter- (und mich ueber-) schaetzt hatte. Es war superanstrengend, aber auch wiederum ein voller Erfolg, denn auch wenn kein Strand in Sicht war, ist die Gegend einfach atemberaubend.

Heute ging's dann wieder zurueck, allerdings ueber 9 stunden, mit diversen zwischenstopps, wie dem aeltesten Kauri-Baum der Welt, der ca. 2000 Jahre alt ist und einen Umfang von locker 14 m hat - fuer mich tree hugger natuerlich genau das richtige :). Leider wurde unser Fahrer gerade eingearbeitet, und brauchte etwas laenger. am schoensten war, neben dem ca. 15-fachen abwuergen des motors, das nicht gerade langsame zurueckrollen beim anfahren am hang im ziemlich steilen auckland...ich sass natuerlich hinten.

Nun bin ich also wieder hier, leider mit so viel verspaetung, dass ich nicht mehr ins IRD Office kann. morgen frueh fahre ich aber trotzdem weiter, weil auckland einfach nicht geht. irgendwie bekomme ich das aschon alles organisiert!

mein hiostel hier ist - wie immer - schlecht, ich wollte ein paar dollar sparen und bin jetzt in einem 8er dorm mit stinkenden Maennern, aber das ist wohl meine schuld. ich glaube, ich kann erst relaxter mit geld etc. umgehen, wenn ich diese nummer habe und arbeiten darf..und das ist etwas schwierig. dafuer habe ich mir heute aber ein busticket gekauft, da es ein super angebot gab: die norinsel komplett, und dann die suedinsel fuer einen dollar dazu. Schade, dass ich einen Teil jetzt also doppelt bezahlt habe, aber so komme ich fuer ca. 300 euro rum, und muss mich darum erstmal nicht mehr kuemmern.

Ich wuerde viel lieber schoener und nicht so gestresst schreiben, vielleicht fidne ich ja bald mal ein plaetzchen, wo ich so ins internet kann. es gibt hier so unglaublich viele dinge zu beobachten, deswegen weiss ich auch nicht, wo ichd enn nun so genau ansetzten soll. In der Bay fand ich besonders beeindruckend, dass es hier regenwald gibt. das land selber aehnelt Irl;and, aber in viel groesseren Dimensionen...man sieht einen wald aus der ferne und ma denkt sich : Oh, ein wald. (ok, viell denkt man das auch nicht :) - jedenfalls kommt man naeher, und dann sieht ma die baumfarne und die Palmen dazwischen, und der Wald ist schon gar nicht mehr so vertraut. Wenn man dann noch in den Wald hineingeht, ist es dann vollends vorbei: Millionen von Zikaden koennen sogar lauter als ein WAsserfall sein, und zwischendurch rufen immer wieder andere Voegel, die sich eher wie Floeten anhoeren...das ist schon abgefahren.

So, wenn ich irgendwann mal einen PC finde, der neben einem aeusserst selten funktionierenden Skype auch noch einen speicherkartensteckplatz hat, lade ich mal ein paar bilder hoch!

Morgen gehts nach Waitomo und viell noch anch rotorua, und dann melde ich mich wieder...und danke fuer eure aufmunterungen!

10.01.09

Koreanisch






So, nun kann ich endlich ein wenig schreiben, nachdem ich mich gestern im grossen Jetlag-und-ueberhaupt-Depressionstief befunden habe und nur wieder nach Hause wollte. Eigentlich sollte dies alles ja ganz super anfangen, aber meine Stimmung ist immer noch nicht viel besser. Also: Schreiben oder Nicht-Schreiben!

Ich bin nach langem Flug in Auckland angekommen, an sich waren die Rahmenbedingungen alle sehr guenstig: der erste Flug war nur zu einem Fuenftel belegt, sodass ich mich zwar hinlegen, aber leider nicht schlafen konnte. Ueber meinen "carbon footprint", wie es so schoen heisst, moechte ich aber bei der Auslastung lieber nicht nachdenken. Der Anschluss nach Auckland war noch besser, da die Maschine voellig ueberbucht war, durfte ich in die erste Klasse umsiedeln. Die Frau hinter mir kommentierte das im besten Muenchener Dialekt mit "das ist ja der Hammer!", allerdings wiederholte sie dies auch eine halbe Stunde lang. Egal. Ich konnte jedenfalls super schlafen.

Seoul war uebel, ein gigantisches Shopping-Centre ohne Ausgang, und das 6 Stunden lang. Ich bin ja nun eh nicht begeistert von Einkaufstempeln, besonders, wenn sie nur Luxusgueter verkaufen. Wenigstens gab es super Essen, k.A. was es war. Wachteleier mit Seetang und Suppe und Reis oder so. Schmeckte aber echt prima. (Fuer die Familie: Im Flieger gab es sogar ein leckeres Seaweed-Sueppchen). Aber: ich konnte nicht raus, hatte sowieso Nasenbluten von der KLimatisierung, und die Koreaner gingen mir schon waehrend des Fluges gehoerig auf die Nerven. Komische Leutchen. Ich werde mir das noch mal ueberlegen mit den koreanischen Wochen nachher. Die Frauen laecheln alle und nicken immer demuetig, verrichten auch sonst alle Arbeiten, z.B. den Boden von Hand wischen und herumstehen und andauernd rumraeumen ( wobei ich ca. 50 Leute fuer einen Duty/Free allerdings fuer uebertrieben halte), und die Maenner stehen immer nur als "Ueberwacher" daneben- oder dahinter. Ekelhaft. So auch im Flieger. Und hier. Immer dieses Gekluengel.

Jedenfalls hatte ich es dann endlich geschafft, sogar durch die ca. 2 Stunden dauernde Bio-Hazard Kontrolle, um dann festzustellen, dass nix mit frischer Luft ist: hier ist es megaschwuel, dabei scheint noch nicht mal die Sonne. Ist aber wohl nicht immer so, zumindest nicht so extrem. Dann mein Hostel: gut gelegen, aber das ist auch so der einzige Pluspunkt.

Mein "Zimmer" ist ca. 4 qm gross, und besteht aus einem Bretterverschlag am Eingang, der zudem noch vor kurzer Zeit mit einer absolut uebelriechenden Farbe gestrichen wurde und keine Lueftungsmoeglichkeiten als den Spalt, der oben nicht schliesst hat. Also> Hitze, schwuel, Gestank, keine Luft, Laerm, unfreundliche (koreanische) Dauerbewohner und andere merkwuerige Gestalten. Zu allem Ueberfluss habe ich dann heute morgen waehrend meiner erfolglosen Suche nach einem Toaster in der Kueche zwei Tauben (!) und einen Haufen krabbelnder Kaefer gefunden und daraufhin beschlossen, draussen zu essen. Die Tochter der Besitzerin macht den ganzen Tag komische Hundegeraeusche, ganz hoch und ganz laut, hoert sich schlimm und gestoert an. Eben habe ich dann gemerkt, dass diese Geraeusche auch in dem Computerspiel, was sie immer spielt, vorkommen...wirklich das uebelste Hostel, in dem ich jemals war.

Auckalnd selber ist gross und auch nicht besonders schoen. Die Menschen hier sind alle blond, braungebrannt, muskelbepackt und durchtrainiert und machen auch den ganzen tag nichts anderes als knapp bekleidet durch die Gegend zu joggen oder mit Surfbrettern im Auto vermutlich zum Strand zu fahren. Ausserdem sprechen sie ein fuer mich arg Konzentration beduerfendes Englisch. Und mich versteht angeblich keiner...

Jetzt ist es doch ein bisschen negativ geworden, dabei hatte ich das gar nicht vor...ich hoffe auf bessere Zeiten.
Mit der Tax-Number gibt es Probleme, sodass ich erst ab in ca. 2 Wochen arbeiten koennte (hoffentlich), aber ich hab mir fuer morgen eine Fahrt nach Pahia gebucht, wo ich dann bis Dienstag bleibe. Noch laenger hier, und ich drehe durch. Ich sitze uebrigens auch in einem koreanischen Internetcafe, wo sich die Tastatur immer wieder umstellt. Ueberhaupt - ausser den Sportlern gibt es hier nur Koreaner. Entschuldigung, aber ich finds echt ein bisschen nervig gerade.

Zu den schoenen Seiten: es ist warm hier, das Meer sieht phantastisch aus, ich war heute sehr viel unterwegs in den Stadtrandgebieten auf dem coast-to-coast-walkway und auf dem Mt. Eden, der hoechste der ziemlich vielen erloschenen Vulkane, auf denen Auckland gebaut ist. Von da aus hat man einen guten Blick ueber alles, und auch in die Tiefe. Zumindest gibt es eine steile, kratertiefe Mulde, wobei ich allerdings eine halbe Studne ueberlegt habe, warum die Archaelogen denn das hier meiner Vermutung nach frueher stehende Kastell ausgebuddelt haben. Ueber die ploetzliche Erleuchtung,d ass Vulkane auch so Krater haben, und Neusseland keine alten Kastelle, war ich dann froh.

Das also war ganz schoen, das andere Hostel, in dem ich wegen trip und tax number war, auch, meine laune steigt zusehends, und vielleicht bin ich nicht doch schon in einem Monat wieder zu Hause.

06.01.09

Vorbereitungen


Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, die Organisation fürs Referendariat ist fast erledigt, mein Zimmer ist geräumt, die Taschen sind zumindest theoretisch gepackt - und ein Blog erstellen gehört natürlich auch dazu.

Deswegen: Willkommen.

Am Mittwoch geht es los, am Freitag werde ich in Auckland sein, und ab dann gibt es für alle, die es interessiert, hier hin und wieder Berichte über das Leben auf der anderen Seite. Ich freue mich natürlich auch, von euch zu hören :)

Bis dahin gibt's aber an dieser Stelle nicht mehr, da ich ansonsten nur weiter in Abschiedsdepressionen verfalle