..gibt es hier auch, und zwar ziemlich coole. Alle sagen andauernd 'cool', mit einer unglaublich bescheuerten Intonation, und 'sweet as". Das sage ich ebstimmt auch bald schon so. Und meine englischaussprache leidet sowieso schon unter rapidem Deutlichkeitsschwund. Aber zurueck zu den Zufaellen.
Gestern war ich ja in Cromwell verabredet, um dort Gemuese zu verpacken. Fuer das Interview sollte ich vorbeikommen, also habe ich meinen Kram ganz zusammengepackt und bin Richtung Cromwell getrampt. Dabei hat mich Helen mitgenommen, die einen sehr suessen Hund hatte. Waehrend der fahrt habe ich dann von meinen Plaenen erzaehlt, auch, dass ich nicht unbedingt in Cromwell arbeiten wolle. Ganz spontan bot sie mir dann an, dass ich fuer ein paar Wochen in ihrer Reinigungsfirma arbeiten koennte, als Urlaubsvertretung, Putzen und Buero. In Queenstown. DAnn hat sie mich noch auf einen Kaffee eingeladen, mir die letzten drei Haeuser des historischen Cromwell gezeigt (der Ort ist WIRKLICH furchtbar!), und mich wieder zurueck nach Queenstown mitgenommen.
Heute morgen habe ich angefangen, ich werde leider momentan nur ca. 5 Stunden am Tag arbeiten koennen, dafuer aber einen Dollar ueber dem Mindestlohn, und das ist hier sehr sehr selten. Putzen an sich ist ja nun nicht wirklich cool, aber auch nicht allzu schlimm. Ich kann umsonst mit der Gondel nach oben zum Skyline fahren, dort ca. 8 Fussballfelder Teppich saugen, Toiletten musste ich zum Glueck noch nicht machen, und sonst so Ferienhaeuser und so. Und das beste: Ich darf mit einem Van durch die Gegend fahren, da in dieser komischen Firma keiner einen ordentlichen Fuehrerschein besitzt.
Und ich rede die ganze Zeit englisch, auch wenn die Angestellten schon etwas seltsam sind. SAgen wir mal: Sie bestaetigen einige Vorurteile. Nickiy, mit der ich heute zusammengearbeitet habe, erinnert mich unglaublich an Annie aus Irland/Camphill. Genau die gleichen Verhaltensmuster, und auch etwas lernschwach: Das ist MEINE Arbeit, Sachen werden immer genau in der gleichen Abfolge gemacht, und alles, was anders ist, nicht, auch wenn's sinnvoll waere, und dann so ein komisches abwehrendes Verhalten...schwierig. Aber damals hab ich ja auch gelernt, damit umzugehen. Jetzt weiss ich wenigstens, wie ich mich am besten verhalte.
Nunja. Wohnen zum zweiten: Bei mir am Hostel sind nur Touristen fuer ein oder zwei Naechte, da lerne ich halt immer nur kurz Leute kennen. Dann koennte ich bei Helens Tochter in die WG in ein winziges Zimmer ziehen, wuerde dort mit Kiwis wohnen, aber halt auch keine anderen Traveller kennenlernen. Ausserdem ist das eine 4er WG mit einem Paerchen, und das muss nicht sein. Oder ich ziehe in eine Lodge, dort koennte ich mir ein Zimmer mit einer Brasilianerin teilen, auch besser als ein Hostel, und mit "Langzeitreisenden". Beide Optionen sind aber eigentlich zu teuer, dann wuerde ich kaum Geld sparen koennen.
Die einzige andere Option waere, in ein anderes Hostel zu siehen, die auch long term accommodation machen, aber ohne gute Preise. Dort wuerde ich dann wohl auch leute haben, die laenger bleiben, muesste aber aus KOstengruenden definitiv einen Monat im Zelt leben. Alles nicht so pralle. Da muss ich nochmal in mich gehen!
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