22.03.09

Welcome to Paradise







fuer die kenner unter uns: ein bekannter GreenDay-Titel, und nachdem letztens ein 22jaehriger meine skeptische reaktion auf seine feststellung "I grew up on Nirvana" damit erwiderte, er habe schon mit 8 Jahren angefangen, Musik zu hoeren, eine gute Einleitung. Denke ich.

Es ist wieder viel passiert, daher alles ein bisschen gesplittet. Das letzte Wochenende in QT habe ich im Paradies verbracht, denn Paradise ist ein kleiner Flecken Land mitten im Nichts irgendwo hinter Glenorchy im Dart-Valley. Und es war verdammt schoen dort. eigentlich wollte ich wandern gehen, aber der Kanadier, mit dem ich dort war, hat auf einem Bett und Dusche bestanden, und eigentlich bin ich ganz froh darueber: Unsere Huette stand mitten im Wald, ohne Elektrizitaet, dafuer aber mit Kohleofen und heissem Wasser (nachdem man den Ofen gefeuert hatte), der naechste Ort war ueber 10 km entfernt, und kombiniert mit bestem Spaetsommerwetter waren es entspannende, wenn auch viel zu kurze Tage.








Der DartRiver ist ein Gletscherfluss, der sich in viele Arme aufteilt und eine Ebene bildet, in deren Mitte der Mt Alfred liegt. Von dort aus hat man einen besonders guten Blick auf die Trackheads der Great WAlks bzw Walks: Routeburn, Rees-Dart, und noch einer. Hab ich vergessen.Doch nicht. Caples und Greenstone. Die Besteigung des Mt Alfred war also eines der Ziele, ansonsten: morgens wurde ich von einem Riesengetoese mitten im Nirgendwo geweckt, als ca. 50 Leute mit Kameras, LKW's und einem Flayak (Kayak plus Segel), das hinter einen Traktor gespannt war, anrueckten. Nach ca. 2 Stunden voller Geheimnistuerei haben wir dann einen Direktor ausfindig gemacht, Gratis-WAsser eingeheimst und erfahren, dass es sich um eine Werbespotproduktion fuer CAmpbell-Soup handelte.

Auch habe ich Cricket gespielt, da mein Reisegefaehrte eher kommunikativer natur war und so ziemlich alles, was sich im Paradies bewegte, sofort zutextete, darunter auch die englische Familie mit ihren 4 Kindern. Nach einer Stunde 'batting' und 'running' und was auch immer, natuerlich ohne fruehstueck im magen, habe ich die regeln immer noch nicht verstanden, aber ich glaube, es ist ein doofer sport.

Wir haben sowieso viele doofe Sachen gemacht, was aber ganz schoen war: viel mit dem Auto in der Gegend herumgeheizt, ueber Flussbetten und Schottergruben, mit dazugehoerigen Vollbremsungen, E-Turns und was es da so alles gibt, jedenfalls genug, damit ich mich wieder wie 19 fuehlen konnte. Von der 10-meter-klippe kurz vor queenstown bin ich jedoch nicht gesprungen.

Also, schoen war's, aber zu kurz, und auch das Ende hat mich wieder ziemlich enttaeuscht. Ich habe mich ja schon oft ueber die Austauschbarkeit und Oberflaechlichkeit unter TRavellern beschwert, aber es ist doch jedesmal ein komisches Gefuehl, wenn man dann ploetzlich wieder alleine dasteht, ohne sich richtig verabschiedet zu haben. Am gleichen Abend war auch mein Abschied von QT, Helen und Gerald haben mich zum Essen ins Speight's Ale House eingeladen, was ich des oefteren mal morgens gepoutzt habe, es war lecker, ganz nett, aber danach hatte ich schlechte laune und habe diese schlechte laune eingepackt und mit in den magic bus genommen. und bisher bin ich sie noch nicht losgeworden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen