17.01.09

Waitomo-Wuermer und Zwischenbericht



ich schreibe eindeutig zu selten, wenn ich mir meine gewaltigen Zusammenfassungen so angucke. Dafuer habe ich aber hier in Taupo, wo ich noch bis morgen frueh verweilen werde, ein Internetcafe mit cardreader gefudnen, sodass es mir gelungen ist, ein paar Fotos hochzuladen, wie ihr vielleicht bemerkt haben duerftet. geht es euch gut?

Mir geht es bestens, nachdem ich kurzzeitig wieder eine kleine Sinn-und Seinskrise im Backpackerdasein erlitten habe. Ich bin ja mit diesem Bus unterwegs, und dieser Bus wird mich morgen hoffentlich noch irgendwo vor Wellington absetzen, damit ich weiter meine eigenen Sachen amchen kann. die leute sind alle echt nett hier, und trotz anfaenglicher probleme merke ich langsam, dass es mir wieder leichter faellt, auf menschen zuzugehen. Nur ist es hier so, dass sich keiner tatsaechlich fuer den anderen interessiert, da alle nur auf der durchreise sind, so wird nzwar obligatorisch gefragt, wo man herkommt, aber ansonsten drehen sich die gespraeche ums reisen, und dann auch immer im Ton von "Did zou do the South Island? Did you do Fiji? I haven't done thailand yet...", was im grossen zusammenhang mit der hier herrschenden supermarktmentalitaet steht: Man faehrt irgendwo hin, und anstatt sich etwas genauer anzugucken, macht man Dinge.

Ein Tagesablauf sieht deshalb oft so aus: Morgens Bus fahren, dann White Water rafting oder skydiving, dann ein helikopterflug zum Bungy-jumping, um abends dann noch an einem hangi teilzunehmen. finde ich problematisch. Meine letzte Gruppenaktivitaet war dennoch ziemlich beeindruckend:

Vor ca. 3 tagen fuhren wir ueber Waitomo nach Rotorua. In Waitomo gibt es unglaublich viele Hoehlen voller Gluehwuermchen, und auf Empfehlung meiner Tante wollte ich mir diese mal ansehen, aber nicht nur im Durchlaufen. Also habe ich an einem Caving/tubing teilgenommen.

Der ganze Spass fand in der prallen Sonne statt, als sich ca. 15 leute in enge, erst in der waerme ihren vollen gestank entfaltenden wetsuits zwaengten, grubenhelme und lampen aufsetzten und mit einem klapprigen gelaendewagen irgendwo in die huegel fuhren. das Bild war dann perfekt, als wir unsere autoschlaeuche umlegten, durch die wiesen stapften und dann eine Grube hinabstiegen.

Vor dem endgueltigen abstieg wurden dann noch die diversen bewohner der hoehlen erlaeutert, neben den gluehwuermchen gibt es noch aale (lecker), hoehlenspinnen und irgendeine urzeitliche riesenheuschrecke - alles dinge, die mir direkt lust auf mehr machten, sodass ich mich dann doch mit einem nicht nur durch den "sexy" eng anliegenden wetsuit leicht beengten brustkorb in die tiefe begab.

Letztlich hab ich meine panik aber ueberwunden, was mich ein bisschen stolz macht, und es war einfach nur toll: wir sind diurch die hoehlen gelaufen, geschwommen und von wasserfaellen gesprungen und haben uns im dunkeln, nur von den gluehwuermchen beleuchtet, unseren weg ertastet, wenn die lampen mal aus waern. insgesamt eine sehr gelungene sache, und die gleuhwuermchen waren auch sehr beeindruckend, wie ueberhaupt das ganze hoehlensystem. Ein bisschen froh war ich aber doch, als ich mich dann aus dem wieder durchnaessten wetsuit pellen konnte!

diejenigen, die sich fuer die "dry option" entschieden haben, waren im gegensatz dazu ziemlich enttaeuscht :)

1 Kommentar:

  1. Wow- satte Leistung! Es ist nicht einfach sich zu ueberwinden, einen fremden Wetsuit anzuziehen, aber bestimmt noch wesentlich uneinfacher, sich iin die nicht bekannten und teils nichtbeleuchteten Tiefen zu wagen.

    Hut ab und- alles richtig gemacht!

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